Carsten Engel Blog

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Sagen Sie Pfusch am Bau den Kampf an. Warum Sie einen Sachverständigen für ein mängelfreies Traumhaus ohne Pfusch am Bau benötigen…

Sonntag 24. Oktober 2010 von Carsten Engel

Hallo lieber Internetuser,

was nutzt das Beste Material, wenn die Verarbeitung nicht fachgerecht ausgeführt wird? Diese Frage muss man sich bei fast allen Gewerken stellen. Bei jenen Gewerken, die am Ende sichtbar bleiben (z. B. beim Fliesen, Klinker, Fenster etc.) oder bei Bauteilen, die einen erheblichen Einfluss auf bauphysikalische und konstruktive Anschlüsse (z. B. undichte oder ungedämmte Anschlussfugen, ungleiches Fugenbild, undichte Folie im Dachausbau etc.) haben, ist besondere Aufmerksamkeit geboten.

Den Rohbau habe ich bewusst nicht erwähnt, da er allein etwa 60% der gesamten Bausumme ausmacht. Deshalb ist der Rohbau auch besonders kritisch zu bewerten. Ihn gilt es nicht nur richtig einzumessen, fachgerecht abzudichten und statisch korrekt auszuführen. Die Höhen, also den Ebenen der Fundamente und der Bodenplatte sind besonders genau zu prüfen. Denn wenn an dieser Stelle die Höhen falsch übertragen werden, also falsch betoniert wird ist das Chaos vorprogrammiert. Ein Fehler den man nie wieder korrigieren kann und der unter Umständen den Ruin des Bauherrn bedeutet. Wenn das Haus ein paar Zentimeter zu hoch steht mag es noch gut gehen, aber ein paar Zentimeter zu tief. Dann läuft das Wasser in Richtung Haus und möglicherweise können Sie Ihr Schmutzwasser nicht mal mehr richtig ins örtliche Entwässerungssystem ableiten.

Da ich aus Erfahrung weiß, dass am Bau immer irgendwo gepfuscht wird, ist es in meinen Augen schon fast eine Harakiri Aktion so ein Projekt ohne Sachverständigen zu planen.

Stellen Sie sich z. B. vor, Sie suchen sich eine Fliese von 50€/m2 oder teurer aus und der Fliesenleger erzeugt ein ungleiches Fugenbild, oder einen katastrophalen Fliesenspiegel.

Oder Sie möchten eine hoch wärmegedämmte extravagante Aluminiumhaustür, und stellen später fest, dass sich auf Grund von unzureichend gedämmten Anschlüssen zum Mauerwerk, Schwitzwasser auf die Haustür bildet. Da ist Schimmelbildung garantiert!

Es gibt unzählige Beispiele wo Fehler gemacht werden können. Das Material ist dabei am wenigsten Schuld. Es sind meistens die ausführenden Handwerksfirmen. Von schlechter Aus-, und Weiterbildung sowie Zeitdruck, ja sogar bis keine Lust oder das haben wir schon immer so gemacht ist alles vertreten.

Wie Sie es auch drehen, Sie haben 2 Möglichkeiten, dass Ihnen so etwas nicht passiert.
1. Sie fangen gar nicht erst an zu bauen (was meiner Meinung nach keine gute Lösung darstellt)
2. Sie informieren sich ausgiebig und nehmen sich entsprechende Sachverständige für Ihr Projekt zur Seite. Ganz wichtig an dieser Stelle ist die Unabhängigkeit des Sachverständigen Ihres Vertrauens!!!

Die größten Schwachpunkte stellen immer Anschlussfugen, Eckverbindungen, Übergänge etc. dar. Also immer dort wo verschiedene Baustoffe / Bauelemente aufeinander treffen. Dort wo Bewegungsfugen vorzusehen sind, wo Materialien mit verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten aufeinander treffen, ist besondere Aufmerksamkeit gefordert.
Sie können gar nicht so viel Geld einsparen, wie Sie am Ende bei unfachmännischer Ausführung draufzahlen.
Und sobald Ihr Gegenüber weiß, da ist jemand der mir auf die Finger schaut wird er automatisch vorsichtiger agieren. Allerdings müssen Sie aufpassen, dass der Punkt der Überwachung und Kontrolle im Werkvertrag nicht ausgehebelt wird!
Am Ende des Artikels möchte ich noch auf einen fairen Umgang aller Beteiligten hinweisen. Es geht nicht darum, den Sachverständigen zu missbrauchen um den Handwerkern so viel Geld wie möglich abzuziehen, sondern darum dass Sie ein mängelfreies Traumhaus bekommen. Das sollte Ihr oberstes Ziel bei der Beauftragung eines Sachverständigen sein. Baufehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Das ist meiner Auffassung nach der beste Weg ein mängelfreies Traumhaus zu erhalten.

Beste Grüße
Carsten Engel
TÜV geprüfter Gutachter
für Bauschäden und
Immobilienbewertungen

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Kategorie: Hausbau Tipps, Immobilienratgeber für Hauskauf Tipps, Pfusch am Bau vermeiden, Sachverständiger beim Hausbau, oder wie Sie Pfusch am Bau vermeiden | Kommentare deaktiviert

Hausbau Tipps, oder wie Sie Pfusch am Bau vermeiden

Montag 30. August 2010 von Carsten Engel

Baufinanzierung
Nehmen Sie nicht das erstbeste Angebot. Am besten Sie bereiten Ihre Unterlagen Anfragereif auf und stellen diese einem Finanzierungsprofi zur Verfügung. Er arbeitet mit einem ganzen Bankenpool zusammen und hat oft eine Lösung auch für sehr schwierige Fälle.
Besser wäre immer daneben stehen
Immer geht irgendwas beim Hausbau schief und am Ende ist meistens alles teurer als gedacht. Dabei wäre das gar nicht nötig wenn man die richtigen Schritte unternimmt.
Und was überhaupt nicht geht ist der Gedanke: „ Die Leute wissen schon, was sie tun, ich geh dann mal ins Büro.“ Vergessen Sie’s. Am besten steht man pausenlos neben jedem einzelnen Handwerker und schaltet seinen berühmten gesunden Menschenverstand ein.
Fachwissen aneignen?
Können Sie zum größten Teil vergessen. Die meisten Bauherren sind Laien und bei den vielen Gewerken kann man sich gar nicht so viel Fachwissen aneignen wie man eigentlich bräuchte. Gute Hausbau Tipps kann man sich nicht in ein paar Monaten aneignen. Obwohl es viele Menschen glauben.
Doch was tun?
Ich empfehle Ihnen: „Nutzen Sie das Wissen von Fachleuten. Nein, nicht die die gerade Ihren Rohbau erstellen. Nehmen Sie sich Leute die neutral sind. Nehmen Sie sich einen Gutachter. Er wird Ihnen helfen Fehler zu vermeiden.“
30 Baumängel im Schnitt
Mehr als 30 Baumängel mit rund 10.300 Euro Schaden zählten die Gutachter der Dekra in den vergangenen Jahren im Schnitt bei den von ihnen begleiteten Bauvorhaben. Und das, obwohl Handwerker schon deutlich präziser arbeiten, wenn ihnen ein Gutachter auf die Finger schaut. Wie viele Fehler bei den Hunderttausenden nicht überwachten Neubauten und Sanierungen gemacht werden, ist statistisch nicht erfasst.

Der Großteil der Mängel ist Folge von Pfusch am Bau
Gutachter haben herausgefunden, dass ca. 40% der Fehler beim Hausbau während der Planungsphase gemacht werden, und ca. 60 % der Fehler beim Hausbau selbst. “Alles, was falsch gemacht werden kann, wird irgendwann falsch gemacht”, auch so eine Weisheit. Der Großteil der Baumängel ist Folge von Pfusch am Bau:
- eindringende Feuchtigkeit wegen mangelhafter Abdichtung von Fundament und Keller
- Befall mit Schimmelpilzen, weil unfertige Bauteile bei schlechtem Wetter nicht geschützt werden und der Bau später nicht richtig austrocknet
- zu niedrige Räume vor allem in Dachgeschossen
- mangelnder Schallschutz durch Fehler beim Einbau von Treppen und Trennwänden
- falsch eingebaute Fenster
- schlecht abgedichtete Fugen
Hausbau aufmerksam begleiten
Solche Fehler lassen sich nur verhindern oder schnell beseitigen, wenn der Bauherr das Bauvorhaben aufmerksam begleitet, oder begleiten lässt. Am besten Sie stellen die Weichen vor Vertragsabschluss.
Beste Grüße
Carsten Engel
TÜV geprüfter Gutachter
für Bauschäden und
Immobilienbewertungen

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